In meinen informellen Arbeiten auf Leinwand und Büttenpapier geht es im übertragenen Sinne um gesellschaftliche Entwicklungen und Prozesse, um das Werden und Vergehen des Lebens und dessen Dramaturgie. In der ewig kreisenden Wiederkehr des Gleichen liegen Beruhigung und Schauer zugleich.

Meine künstlerischen Arbeiten auf Papier sind spontan, ja skizzenhaft. Ein Material, das nicht Respekt abverlangt, Ehrfurcht gebietet wie Stein und Bronze. Und doch besticht das Medium Papier mit einer ganz eigenen Charakteristik. Es ist offen für jedes Experiment in Malerei und Zeichnung. Ob lasierend oder raumfüllend mit faszinierenden Eigenschaften: Leichtigkeit, Sensibilität, Verletzbarkeit und die Zähigkeit, Jahrhunderte zu überdauern. Die „Werkgruppe „Ausgegrenzt“ und „sign of destruction“ seien hier beispielhaft gezeigt.

Meine Materialbilder u.a. „Die Einen sind im Dunkeln…“  oder „forces of nature – malpais de los Ajaches“ sind von einem kraftvollen, dynamischen Gestus des Farbauftrages geprägt, der den Eindruck einer reliefartigen Oberfläche erzeugt. Die expressive Malerei und die verwendeten archaischen Materialien spiegeln das Werden und Vergehen, die unaufhaltsamen Kräfte der Natur und die Entdeckung des Unbekannten wieder.